Geohydromodellierung

TestUM-II

Im Projekt TestUM-II wird am Testfeld "TestUM" in Wittstock in Brandenburg ein zyklischer Hochtemperatur-Aquiferwärmespeicherversuch (HT-ATES-Versuch) durchgeführt. Der Versuch soll Wissenslücken insbesondere im Hinblick auf folgende Fragenkomplexe schließen:

  1. Durchführung eines langfristigen zyklischen HT-ATES-Versuchs:
    • Untersuchung und Prognose des hydrochemischen Emissionsverhaltens von Haupt- und Spurenkomponenten im zyklischen Betrieb und Untersuchung der Betriebsprozesses
    • Erfassung von Veränderungen der Bodenluftzusammensetzung und Radon-Emissionen in die wasser-teilgesättigte Zone im oberflächennahen Auswirkungsraum von zyklischen HT-ATES-Systemen
    • Entwicklung einer standardmäßig praktikablen Untersuchungsmethodik mit numerischen Simulations- und hydraulischen Messverfahren, um Wärmespeichereffizienzen und -leistungen belastbar prognostizierbar zu machen
    • Durchführung experimenteller Untersuchungen im Hinblick auf den Temperatureinfluss auf mikrobiell induzierte Korrosionsprozesse an "Eisenlegierungen" sowie zur experimentellen Prognose der hydrogeochemischen und mikrobiologischen Auswirkungen zyklischer HT-ATES-Systeme im Kurz- und Langzeitbetrieb
  2. Fortführung des hydrochemischen, mikrobiologischen und geophysikalischen Monitorings der im Vorgängerprojekt TestUM-Aquifer begonnenen CH4- und H2-Einspeiseversuche bis zur weitgehenden bzw. vollständigen Resorption der Gasphase einschließlich der Erarbeitung entsprechender numerischer Modellansätze zum reaktiven Mehrphasentransport
  3. Aufbau und Komplettierung einer öffentlich zugänglichen zentralen TestUM-Datenbank in Abstimmung mit dem UFZ

 

Laufzeit:

  • 01.11.2020 - 31.10.2022

Projektpartner:

  • Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Institut für Geowissenschaften
  • Helmholtz Zentrum für Umweltforschung UFZ GmbH

Förderung:

Das Projekt TestUM-II wird innerhalb des Fachprogramms „Geoforschung für Nachhaltigkeit (Geo:N)“ im BMBF-Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA3)“ im Förderbereich: Nutzung unterirdischer Geosysteme 2 gefördert.

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